Entgegen seinem Namen ist der brasilianische rosa Pfeffer (Schinus terebinthifolius) botanisch nicht mit schwarzem Pfeffer verwandt: Es handelt sich um die getrockneten Früchte eines südamerikanischen Strauchs, der hauptsächlich in Brasilien beheimatet ist. Obwohl er in Größe und Form Pfefferkörnern ähnelt, ist seine Haut viel dünner, fast papierartig, unter der sich ein zarter Kern verbirgt. Die schonend in der brasilianischen Sonne getrockneten Beeren verströmen ein feines, blumig-harziges Aroma und einen süßen, holzigen und fruchtigen Geschmack, begleitet von einer nur sehr leichten Pfeffernote. Ein wahres Geschmacks- und Augenerlebnis in der Küche. Aufgrund seiner empfindlichen Struktur ist es nicht unbedingt ratsam, ihn zu mahlen (er kann die Mühle aufgrund seines Ölgehalts leicht verstopfen); am besten zerbröselt man ihn vor dem Servieren mit den Fingern über das Essen oder zerstoßt ihn fein in einem Mörser. Es ist eine unverzichtbare Zutat in hochwertigen, farbigen Pfeffermischungen, schmeckt aber auch pur hervorragend. Es harmoniert perfekt mit Lachs, gegrilltem hellem Fleisch, Spargel und leichten Sahnesaucen. Auch moderne Bars und Konditoreien haben es für sich entdeckt: Es ist ein beliebtes Gewürz in Premium-Gin-Tonics und passt hervorragend zu dunkler Schokolade und Erdbeeren.